Schwabe

Anton Marty & Karl Bühler


Schwabe Philosophica (Schwabe Philosophica)
Helmut Holzhey / Wolfgang Rother (Hrsg.)

Schwabe Philosophica
16: Laurent Cesalli / Janette Friedrich (Hrsg.)
Anton Marty & Karl Bühler
Between Mind and Language - Zwischen Denken und Sprache - Entre pensée et langage
2014. 336 Seiten, 12 Strichbilder, 3 Tabellen, 12 Grafiken. Gebunden.
sFr. 85.- / € (D) 85.- / € (A) 87.50
ISBN 978-3-7965-3214-6
Anton Marty & Karl Bühler85.00

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Anton Marty und Karl Bühler – zwei Schlüsselfiguren der modernen Sprachphilosophie

Anton Marty und Karl Bühler verbinden in ihren wegweisenden Ansätzen über das Verhältnis von Sprache und Denken (sprach-) philosophische, linguistische und psychologische Erkenntnisse. Zu Unrecht sind die beiden grossen Denker bisher im Hintergrund der Forschung geblieben – ihre Positionen werden deshalb in diesem Band eingehend untersucht und ihr Einfluss sowie ihre Beziehung zu anderen Traditionen beleuchtet, so u.a. zur analytischen Philosophie und der kognitiven Pragmatik. In der Forschung der letzten Jahre ist ein wachsendes Interesse für die aus den Werken Bernard Bolzanos und Franz Brentanos entspringende österreichisch-deutsche Philosophie zu verzeichnen. Anton Marty (1847−1914) und Karl Bühler (1879−1963) sind zwei Schlüsselfiguren dieser Tradition. Ihre Beiträge im Gebiet der Philosophie der Sprache, der Psychologie und der Linguistik haben einen tiefgreifenden Einfluss auf die Entwicklung dieser Disziplinen ausgeübt. Trotzdem wurde den beiden Denkern im Vergleich zu Brentano, Husserl oder Wittgenstein in der Forschung bisher nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Im vorliegenden Band werden die Sprachphilosophien der beiden Autoren näher untersucht und ihr Verhältnis zueinander und zu späteren Traditionen – wie die der analytischen Philosophie und der kognitiven Pragmatik – beleuchtet. Im Zentrum der vorliegenden Studien steht die Frage des Verhältnisses von Denken und Sprache, ein Verhältnis, das zugleich den gemeinsamen Nenner und den Scheidepunkt von Martys und Bühlers Denken darstellt. Beide Denker sind sich einig, dass Denken und Sprache aufs Engste verbunden sind. Ihre Meinungen gehen jedoch auseinander, wenn es darum geht, die Rolle der Sprache genauer zu bestimmen. Während Marty die Hauptfunktion der Sprache (die Bedeutung) im Erwecken bestimmter psychischer Phänomene im Anderen sieht, besteht für Bühler das Wesentliche der Sprache in ihrer Darstellungsfunktion, in der objektiven Koordination von Sprachmitteln mit Sachen und Sachverhalten.

Aus dem Inhalt

  • Phänomenologische, pragmatische und semiotische Annäherungen an die Sprache

  • Beiträge zur deskriptiven Psychologie

  • Semantische und ontologische Fragen

  • Die empirische Dimension der Sprache

Die Herausgeber

Janette Friedrich (geb.1961) ist Dozentin an der Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften der Universität Genf. Sie studierte Philosophie und promovierte 1993 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie weilte für Forschungsaufenthalte am CNRS, an der EHESS und arbeitete als Programmdirektorin am Collège international de philosophie in Paris. Forschungsschwerpunkte sind Geschichte der Psychologie, Philosophie des Geistes und der Wissensbegriff.

Laurent Cesalli (geb.1968) ist Forscher am CNRS (UMR 8163, Lille 3). Er studierte Philosophie und promovierte 2003 über Semantik und Ontologie im 14. Jh. Seit 2004 war er an den Universitäten Freiburg i. Br., Genf, Lausanne, Freiburg i. Ue. und Cornell (NY) tätig. Forschungsschwerpunkte sind Philosophie der Sprache, Philosophie des Geistes, Ontologie im Mittelalter (12.–14. Jh.) sowie in der Schule Brentanos.    

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