Schwabe

Bungalow


Denkmalpflege im Thurgau (Denkmalpflege im Thurgau)
Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau (Hrsg.)

Denkmalpflege im Thurgau
19: Amt für Denkmalpflege (Hrsg.)
Bungalow
Thurgauer Experimente im Systembau
2017. 160 Seiten, 335 Abbildungen, davon 71 in Farbe und 47 Duplex, 6 Karten. Broschur mit Klappen.
sFr. 48.- / € (D) 48.-
ISBN 978-3-7965-3741-7
Bungalow48.00


In unmittelbarer Nähe zum Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau, im Park der Villa Sonnenberg in Frauenfeld, befindet sich seit Frühjahr 2017 ein ungewöhnlicher und typologisch schwer einzuordnender Bau. Es handelt sich um den 1970 als Wohnhaus von Heinrich Eugen Tuchschmid-Beer (1922–1998) errichteten Bungalow, eine Weiterentwicklung des Bungalow-Systems der deutschen Firma Hoesch durch den Bauherrn und sein im Stahl- und Metallbau spezialisiertes Frauenfelder Familienunternehmen. Die Rettung dieses bereits als Abbruchobjekt klassifizierten Gebäudes und seine Wiedererrichtung waren – neben dem derzeit wachsenden Interesse an Bauten der Nachkriegsmoderne – Ausgangspunkte für die Konzeption des vorliegenden Bandes.


Nach einem Überblick über die Geschichte der Systematisierung und des industriellen Bauens von 1910 bis 1970 werden – neben dem Tuchschmid-Bungalow – zwei weitere Thurgauer Beispiele von sogenannten Fertighäusern in Bild und Text vorgestellt. An allen dreien tritt bezeichnenderweise weniger das Typische des Systembaus als die individuelle Geschichte des jeweiligen Baus in Erscheinung. Dass der Schädler-Prototyp, ein Systembau aus metallenen Elementen, entwickelt in den 1930er-Jahren von der Firma «Presswerk F. A. Schädler» in Arbon, nur noch als Modell überliefert ist, macht die Recherche nach seiner Entwicklung umso spannender. Die vor über siebzig Jahren als Provisorium aus industriell gefertigten Bauelementen erstellte Saurer-Kantine in Arbon überzeugt noch heute durch ihre schlichte Eleganz.


Die Entstehungsgeschichten der behandelten Bauwerke zeigen auf, welch grosser Reifeprozess in den zunächst oft unauffällig oder gar kurios erscheinenden Leichtbauten steckt. Zudem fällt der Blick auf ortsansässige Unternehmerfamilien, die sich in ihrer Zeit mit internationalen industriellen Entwicklungen auseinandersetzten

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