Schwabe

Francis Alÿs - Fabiola


Laurenz-Stiftung / Schaulager Basel (Hrsg.)
Francis Alÿs - Fabiola
Schaulager-Hefte
Katalog zur Ausstellung im Haus zum Kirschgarten, Basel, 12. März bis 28. August 2011. Mit Essays von Lynne Cooke und Dario Gamboni sowie einer grossformatigen Bildstrecke, die detaillierten Einblick in die Räume der Ausstellung bietet.
2011. 88 Seiten, 70 Abbildungen, davon 66 in Farbe.
Broschur mit Schutzumschlag.
sFr. 24.- / € (D) 24.- / € (A) 25.-
ISBN 978-3-7965-2757-9
Francis Alÿs - Fabiola24.00


Fabiola – eine Heilige zu Gast beim Basler Grossbürgertum

Das Begleitbuch zu der vom Schaulager organisierten Ausstellung im Haus zum Kirschgarten dokumentiert das Projekt «Francis Alÿs: Fabiola». Die vom belgischen Künstler Francis Alÿs (geb. 1959) in das prunkvolle Basler Wohnmuseum eingebrachte Sammlung von mehr als 370 Bildern besteht aus auf dem Flohmarkt und in Trödelläden gefundenen Amateurgemälden der heiligen Fabiola. 

Die verblüffend ähnlichen Bildnisse – eine Fülle von Kopien des immer gleichen Urbildes des französischen Realisten Jean-Jacques Henner – sind in Räume eingebettet, die die prototypische Lebenswelt des protestantischen Grossbürgertums des 19. Jahrhunderts repräsentieren. Der Bilderschwarm der Fabiolas ist an diesem Ort ein so subversiver wie subtiler Eingriff in die Struktur des Museums und spielt mit der Atmosphäre, die von den historischen Räumen wachgerufen wird. 

Die grossformatige Bildstrecke bietet Einblick in die Räume der Ausstellung im Haus zum Kirschgarten und ermöglicht auf diese Weise einen visuellen Rundgang. 

Essays der Ausstellungskuratorin Lynne Cooke (New York/Madrid) und von Dario Gamboni (Genf), einem ausgewiesenen Kenner der Werke von Francis Alÿs, beschreiben die Art der Installation im Haus zum Kirschgarten und erklären die künstlerische Strategie von Francis Alÿs. Ergänzt wird das Buch von einem umfangreichen Literaturverzeichnis. 

Der Titel erscheint zeitgleich in einer englischen Ausgabe. 

Die Laurenz-Stiftung ist die Trägerstiftung des Basler Schaulagers. Sie wurde 1999 von Maja Oeri gegründet und nach ihrem früh verstorbenen Sohn benannt. Die Stiftung ermöglichte den Bau des 2003 eröffneten Schaulagers und kommt nun für den Betrieb desselben auf. Das Schaulager ist ein offenes Lagerhaus, das die nicht ausgestellten Werke der Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung beherbergt und dem Fachpublikum zugänglich macht. Auch mit Sonderveranstaltungen, gelegentlichen Ausstellungen und zwei Dauerinstallationen von Katharina Fritsch und Robert Gober trägt das Schaulager zur Gestaltung der Kulturlandschaft in Basel bei. 

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