Schwabe

Krankheit als seelische Herausforderung


Schwabe reflexe (Schwabe reflexe)

Schwabe reflexe
27: Daniel Hell
Krankheit als seelische Herausforderung
2. korrigierte Auflage.
2014. 212 Seiten, 1 Tabelle, 1 Grafik. Broschiert.
sFr. 17.50 / € (D) 17.50 / € (A) 18.-
ISBN 978-3-7965-3381-5
Krankheit als seelische Herausforderung17.50

Weitere Formate:

  • PDF - Informationen zum Format

    PDF eBooks können Sie auf allen Geräten lesen, die PDF- und DRM-fähig sind (z.B.: Tablet, eBook-Reader, Smartphone oder einfach auf Ihrem PC).

    Hinweis: Unsere PDF eBooks sind mit einem Kopierschutz (Adobe DRM) ausgestattet.

    Weitere Informationen finden Sie auf unserer FAQ-Seite.

* Für Hinweise zum Format mit der Maus über das Symbol fahren.


Die seelische Dimension des Leidens in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung

Von Seele zu reden, war in den Wissenschaften lange verpönt. Dennoch kommt man nicht darum herum zu akzeptieren, dass der Mensch nicht nur Stoffliches wahrnehmen, ausmessen und analysieren kann, sondern auch die Fähigkeit besitzt, etwas seelisch zu erleben. Gerade das Leiden an einer Krankheit ist ein Vorgang, der sich nicht bloß von außen beobachtend erkennen lässt, sondern Anteilnahme und Miterleben voraussetzt. Es ist seelischer Art.

Während die Erforschung eines körperlichen Krankheitsprozesses vom Leiden absehen kann, spielt die seelische Dimension des Leidens – auch als Aufschrei und Widerspruch – in der medizinischen Praxis und insbesondere in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung eine entscheidende Rolle. Davon handelt das Buch.

Der erste Teil geht dem Zusammenhang von psychiatrischem Krankheitsverständnis und Neurowissenschaften nach. Weil nicht die Natur, sondern der Mensch diagnostiziert, stellt sich auch die Frage: «Wer bestimmt, was psychisch krank ist?» Der zweite Teil ist der seelischen Dimension psychischer Störungen gewidmet. Er setzt sich mit historischen und aktuellen Konzeptionen der Psyche auseinander und führt Beispiele für die seelische Dynamik ausgewählter Störungen an. Im dritten Teil wird ein Seelenverständnis vertreten, das den Menschen nicht auf ein Selbstverhältnis reduziert, sondern Beziehungsaspekte einschließt und die Bedeutung von Resonanz und Antworten betont.

In einem differenzierenden Vergleich von Psychotherapie und Seelsorge wird die Seele in Verbindung zum emotionalen Erleben gebracht, aber auch als das verstanden, was sich nicht verdinglichen und zum bloßen Zweck machen lässt. Damit wird ein Bezug zum Begriff der Person geschaffen.

Die drei Teile des Buches und die 16 Kapitel sind so verfasst, dass sie auch einzeln gelesen werden können. Die Lektüre setzt kein Fachwissen voraus.

Aus dem Inhalt:

Leiden als Aufschrei und Widerspruch. Vorwort

Teil 1 Wer bestimmt, was psychisch krank ist?

Teil 2 Die Seele in Psychiatrie und Psychotherapie

Teil 3 Psychotherapie und Spiritualität

Anhang    

Der Autor:

Daniel Hell war bis Anfang 2009 Direktor an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich und Ordentlicher Professor für Klinische Psychiatrie der Universität Zürich. Heute ist er Leiter des Kompetenzzentrums «Depression und Angst» an der Privatklinik Hohenegg in Meilen/ZH. Er hat sich wissenschaftlich vor allem mit Depressionen und anderen emotionalen Problemfeldern beschäftigt. Seine Sach- und Fachbücher sind teilweise in acht Sprachen übersetzt worden.     

„Hell hat seine Vorträge und Artikel aus den Jahren 2000 bis 2011 zu einem informativen und gut lesbaren Buch zusammengestellt. Der Psychiater dringt in Räume vor, ‚von denen die Physik nichts weiss‘.“
Tages-Anzeiger, Michael Meier, 24. Januar 2014

„Das Buch ist sehr sachlich, fundiert und gut strukturiert. Es bietet viele Fachinformationen – dennoch sind zum Lesen keine Fachkenntnisse erforderlich.“
Hospitalhof Stuttgart, Bärbel Gamerdinger, 25. November 2013

„Es ist ein schlichtes, handliches Buch von rund 210 Seiten, aber gleichzeitig auch eine Reiche Schatztruhe“
Schweizer Archiv für Neurologie und Psychiatrie, Berthold Rothschild, 4. April 2014 

„Insbesondere den seelsorgerlich Tätigen ist es zur Lektüre wärmstens zu empfehlen. Für das interprofessionelle Gespräch vor allem im Gesundheitswesen erachte ich es als wegweisend.“
reformierte presse, Claudia Graf, 4. April 2014 

Hells Werk ist trotz der vorgetragenen kritischen Fragen fraglos und unbedingt lesenswert! Es mag als „Rückzugsgefecht" in die Psychiatriegeschichte eingehen, hat dabei aber die entscheidenden Fragen gestellt und das Terrain um diese Fragen herum geklärt, ausgeleuchtet. – Obligat für jeden Psychiater (Psychologen) und Seelsorger sind die Erläuterungen von Rückzugsgefechten spätestens dann, wenn sie von bedeutenden Feldherrn verfaßt worden sind. Daniel Hell ist einer von diesen!ˮ socialnet.de, Prof. Dr. Wolfgang Grundl, 12. Januar 2016