Schwabe

Matthew Barney


Laurenz-Stiftung / Schaulager Basel (Hrsg.)
Matthew Barney
Prayer Sheet with the Wound and the Nail
2010. 172 Seiten, 307 Abbildungen, davon 249 in Farbe.
Broschur mit Schutzumschlag.
sFr. 35.- / € (D) 35.- / € (A) 36.-
ISBN 978-3-7965-2706-7
Matthew Barney35.00


«Die Form kann nur dann Gestalt annehmen, wenn sie gegen einen Widerstand ankämpft.» Matthew Barney

Auf dieser Grundposition basiert der 1988 begonnene und seither regelmässig erweiterte Werkkomplex «Drawing Restraint» des amerikanischen Künstlers Matthew Barney (*1967). Unter selbstauferlegten physischen und psychischen Beeinträchtigungen führt Barney dabei künstlerische Aktionen durch, aus denen als «sekundäre Formen» Zeichnungen, Skulpturen, Schauvitrinen, Fotografien und Filme hervorgehen.
Der Ausstellung im Schaulager lag das Archiv dieses Zyklus von bisher 16 Performances zugrunde, das von der Trägerstiftung des Schaulagers, der Laurenz-Stiftung, gemeinsam mit dem New Yorker Museum of Modern Art erworben wurde. Dazu kamen zwei in Basel neu realisierte «Drawing Restraint»-Aktionen. Der Ausstellungskurator Neville Wakefield aus New York stellte diese Arbeiten zusammen mit vier Grossskulpturen Barneys einer Gruppe von Papierarbeiten und Gemälden der nördlichen Renaissance mit christlicher Ikonografie gegenüber.
Im Buch zur Ausstellung wird «Drawing Restraint» in zahlreichen Abbildungen und begleitenden Erläuterungen ausführlich dokumentiert. Eine aktuelle Bildstrecke bietet Einblick in die Räume der Ausstellung im Schaulager. Essays von Neville Wakefield (zur Ausstellung) und Bodo Brinkmann (Querbezüge zur Kunst der nördlichen Renaissance behandelnd) sowie ein Gespräch des Künstlers mit dem englischen Psychiater und Buchautor Adam Phillips vertiefen die Dokumentation. Ein bebildertes Verzeichnis aller ausgestellten Werke sowie ein weiterführendes Literaturverzeichnis ergänzen den Katalog. 

Die Laurenz-Stiftung ist die Trägerstiftung des Basler Schaulagers. Sie wurde 1999 von Maja Oeri gegründet und nach ihrem früh verstorbenen Sohn benannt. Die Stiftung ermöglichte den Bau des 2003 eröffneten Schaulagers und kommt nun für den Betrieb desselben auf. Das Schaulager ist ein offenes Lagerhaus, das die nicht ausgestellten Werke der Sammlung der Emanuel Hoffmann-Stiftung beherbergt und dem Fachpublikum zugänglich macht. Auch mit Sonderveranstaltungen, gelegentlichen Ausstellungen und zwei Dauerinstallationen von Katharina Fritsch und Robert Gober trägt das Schaulager zur Gestaltung der Kulturlandschaft in Basel bei. 

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