Schwabe

Notationskunde


Schola Cantorum Basiliensis Scripta (SCBS)

SCBS 2: Karin Paulsmeier
Notationskunde
17. und 18. Jahrhundert
2012. In 2 Halbbänden. XXIV, 433 Seiten, 419 Abbildungen. Broschiert.
sFr. 78.- / € (D) 65.50 / € (A) 67.50
ISBN 978-3-7965-2734-0
Notationskunde78.00


Grundlage des Musikunterrichts 

Die vorliegende Notationskunde ist aus der Unterrichtstätigkeit der Autorin an der Schola Cantorum Basiliensis hervorgegangen. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie theoretische Voraussetzungen mit den Erfahrungen der musikalischen Praxis verbindet. Dabei ist das Ziel, das jeweils originale Schriftbild einer Musik zum selbstverständlichen Ausgangspunkt der Interpretation werden zu lassen – in Analogie zur Neuen Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, bei der die analytische und künstlerische Auseinandersetzung in der Regel ebenfalls den Weg über deren schriftliche Darstellung nimmt. Dieser Zielsetzung entsprechend, sind sowohl Musikerinnen und Musiker als auch musiktheoretisch Interessierte gleichermassen angesprochen. Im Anschluss an diese Publikation sollen zwei weitere Bände erscheinen, die sich mit der Notation früherer Jahrhunderte befassen (Notation des 15. und 16. Jahrhunderts und Notation des späten 12. bis 14. Jahrhunderts). 

Aus dem Inhalt 

Geschichtliche Voraussetzungen der Notation des 17. Jahrhunderts 

Rhythmische Grundbewegungen und darauf bezogene Proportionen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts 

Erweiterung der Proportionsvorschriften und Bedeutungswandel des Begriffs «Proportion» 

Übergänge zum Taktsystem der musikalischen Klassik: 

battuta und Tact 

tempo giusto und Tempowörter 

Aufführungspraktische Konsequenzen 

  

Die Autorin: 

Karin Paulsmeier, geb. 1943 in Hamburg, studierte Musik und Musikwissenschaft in Basel. Von 1970 bis 2003 unterrichtete sie an der Schola Cantorum Basiliensis – Hochschule für Alte Musik an der Musik-Akademie Basel und entwickelte dort im Verlauf ihrer Unterrichtstätigkeit die «Notationskunde» zu einem für die Aufführungspraxis des späten 12. bis 18. Jahrhundert grundlegenden Fach. 

„…während Karin Paulsmeier, die das Fach während 30 Jahren an der Basler Hochschule für Alte Musik unterrichtete, etwas völlig Eigenständiges vorlegt. […] Sie verzichtet auf Übertragungen in moderne Notation, leitet dagegen mit zahlreichen Faksimiles das Lesen und selbständige Nachvollziehen der aufgezeichneten Musik an. So fordert die Autorin auch zum Singen oder Spielen der Beispiele auf - es geht schliesslich um Musik.“
Schweizer Musikzeitung, Martin Kirnbauer, Ausgabe 4, April 2013 

„Es war ein Desiderat für Interessierte an historischer Aufführungspraxis, und endlich scheint dem Abhilfe geleistet worden zu sein: eine Notationskunde für das 17. und 18. Jahrhundert. Ein absolutes Muss für alle, die sich praktisch mit dieser Zeit beschäftigen wollen.“
Forum Musikbibliothek, Angelika Moths, Jg. 34, Heft 1, März 2013   

„Mit der anfangs befremdlichen Tatsache, dass hier das Pferd der notationstechnischen Entwicklung vom Schwanz her aufgezäumt wird, also die Darstellung am Endpunkt der klassischen Ausformungen der Neuzeit ansetzt, kann man sich auf die Dauer anfreunden, denn hier ist mit erhellenden Rückblicken auf Früheres wirklich die Periode dargestellt, die in den meisten Notationskunden zu kurz kommt.“
Concerto, Peter Sühring, Januar/Februar 2014