Schwabe

Geschichte

 

«Ist nicht mein Wort wie Feuer,
spricht der Herr,
und wie ein Hammer,
der Felsen zerschmettert?»

Über 500 Jahre Verlagsgeschichte

1488 hat Johannes Petri, der noch zu Lebzeiten Gutenbergs in Mainz die Buchdruckerkunst und den Schriftguss erlernt hatte, das Basler Bürger- und Zunftrecht erworben.
Selbständig und zum Teil in Druck- und Verlagsgemeinschaft mit Johannes Amerbach und Johannes Froben, dem späteren Drucker und Freund des Erasmus, hat Petri bedeutende Werke publiziert, u.a. eine elfteilige Augustinus-Gesamtausgabe und eine dreibändige Ambrosius-Ausgabe. In zweiter Generation ging die Buchdruckerei an den Neffen Adam Petri über, der als Anhänger und Verbreiter der Gedanken Luthers fast alle wichtigen Schriften dieses Reformators druckte, z.B. als erster Basler Drucker die auf der Wartburg geschaffene Übersetzung des Neuen Testaments (1523).

Ihre Blüte erreichte die Petrinische Offizin unter Adams Sohn Heinrich Petri. Dieser war neben seiner verlegerischen Tätigkeit Ratsherr und Deputat von Basel. 1556 wurde er von Kaiser Karl V. geadelt. Seine Druckerei nahm den Namen «Officina Henricpetrina» an. Heinrich Petri hielt sich aus den religiösen Kontroversen heraus und verlegte Werke von der Theologie über klassische Autoren und Zeitgeschichte bis zu Mathematik und Naturwissenschaft, Medizin und Alchemie, darunter auch umfangreiche Lexika.
Besonders zustatten kam ihm die Mitwirkung des hervorragenden Hebraisten, Kosmographen und Universitätsprofessor Sebastian Münster (1488-1552). Dessen «Cosmographia» brachte Petri den grössten buchhändlerischen Erfolg.

 

Bedeutende Künstler jener Zeit wie Urs Graf, Hans Holbein und Tobias Stimmer illustrierten die Druckwerke Adam und Heinrich Petris. Aus Adams Todesjahr (1527) stammt das noch heute verwendete Verlagssignet, das eine Stelle aus dem alttestamentlichen Buch Jeremias (23,29) illustriert.

Im 17. Jahrhundert gingen Verlag und Druckerei von den Erben Petri in neue Hände über und wurden schliessliche zur «Schweighauserschen Verlagsbuchhandlung», die 1868 von Benno Schwabe übernommen wurde. Benno Schwabes Nachkommen führten das Unternehmen bis ans Ende des 20. Jahrhunderts. 1996 ging die Aktienmehrheit an die beiden langjährigen Direktoren Ruedi Bienz und Urs Breitenstein über. Mit seiner Pensionierung Ende 2007 ist Urs Breitenstein aus allen Gremien der Firma ausgeschieden und hat seine Anteile an Ruedi Bienz verkauft, der heute alleiniger Besitzer der Firma ist.

Die Schwabe AG ist seit 1488 ein unabhängiges Schweizer Familienunternehmen.

 



Schwabe AG

Schwabe hat sich das Drucken, Veröffentlichen und Verbreiten von Inhalten sowohl in den Print- als auch in den neuen Medien zur Aufgabe gemacht. Dabei stehen inhaltliche wie technische Qualität, Partnerschaft und das Vertrauen von Autorinnen, Autoren, Kundinnen und Kunden im Vordergrund.

In den letzten zehn Jahren ist Schwabe zu einer Firma mit 160 Mitarbeitenden angewachsen, ohne die Übersichtlichkeit und Persönlichkeit eines Mittelbetriebs zu verlieren. Besonders stolz ist das Unternehmen auf die von Generation zu Generation weitergegebene Grundhaltung, immer mit den modernsten Mitteln zu arbeiten, ungewohnte Pfade zu beschreiten und vor allem höchsten Ansprüchen zu genügen – Tradition verpflichtet.

Die Erfolgsgeschichte des ältesten Druck- und Verlagshauses der Welt dauert seit über 500 Jahren an. Genauer seit 1488, als der Drucker-Verleger Johannes Petri das Basler Bürger- und Zunftrecht erlangte. Seither lässt sich die Entwicklung des Hauses ununterbrochen bis zum heutigen Tag verfolgen.